Ich habe mit "Microsoft und deren Dunstkreis" keinerlei Ärger. Mit Linux dagegen schon: für von mir genutzte Hardware (z. B. Canon-Drucker oder eine Hauppauge TV-Karte) gibt es keine Linux-Treiber oder zumindest keine einfach einzusetzenden bzw. kostenlosen.
Auf meinem Heimserver hatte ich eine Zeitlang SuSE Linux drauf. Irgendwann wollte ich den Rechner dann auch als Printserver verwenden und besagten Canon-Drucker anschließen. Nachdem ich (unter Einsatz von ganz viel Gehirnschmalz

) feststellen musste, dass der Drucker von Linux nicht bzw. nur unter Einsatz zusätzlicher, kostenpflichtiger (!) Software unterstützt wird, habe ich Linux wieder durch Windows ersetzt. Seither hatte ich nie wieder auch nur das klitzekleinste Problem mit der Hardware-Unterstützung.
Und nein, einen relativ hochwertigen und perfekt funktionierenden Drucker gegen einen neuen auszutauschen, nur um ihn unter Linux einsetzen zu können, kommt für mich nicht in Frage. Das gleiche gilt für andere Hardware. Ich mache die Entscheidung für ein Betriebssystem von der vorhandenen Hardware abhängig, nicht umgekehrt.
Ich stimme dir allerdings zu, dass man sich auch bei einem top-gepflegten und auf höchstmögliche Sicherheit getrimmten System ungewollt Schadsoftware einfangen kann. Hinzufügen muss man allerdings, dass das mit
jedem System passieren kann, also auch mit Linux. Mir ist das allerdings in mittlerweile 20 Jahren Windows-Nutzung noch nie passiert. U. a. liegt das möglicherweise daran, dass mittlerweile nicht mehr das Betriebssystem selbst, sondern die Anwendungssoftware das Haupt-Einfallstor für Schädlinge darstellt. Bei letzterer hat man aber wesentlich mehr Alternativen als beim Betriebssystem. Beispielsweise nutze ich zum Lesen von PDFs wegen seiner häufigen Sicherheitsprobleme nicht den Acrobat Reader, sondern den
PDF XChange Viewer.
Sicherheitslücken in populären Anwendungsprogrammen wie z. B. dem Acrobat Reader, Flash Player, verschiedenen Mediaplayern, Browser, E-Mail-Programmen und anderer Software machen es den Kriminellen sogar noch einfacher, unterschiedliche Betriebssysteme zu unterwandern, denn viele dieser Programme gibt es nicht nur für Windows, sondern auch für andere Betriebssysteme. Und dass letztere nicht so häufig angegriffen werden, liegt nicht etwa daran, dass diese Systeme besonders sicher wären, sondern nur daran, dass sie wenig verbreitet und damit für Kriminelle uninteressant sind. Zu diesem Thema empfehle ich auch die Lektüre dieses Heise-Artikels:
http://heise.de/-208604Grüßle
Der Mikrogigant